Eschweiler Rundschau

Bilder und Berichte aus der Region

Archiv für Dezember 2011

Gut und Böse

Geschrieben von Julia Molitor - 15. Dezember 2011

Ein lieblos dahingeklatschter Spruch auf Facebook hat mich diese Woche begleitet. Wie er genau lautete, weiss ich gar nicht mehr so genau. Aber es ging darum, dass es nur wenige gute Menschen gibt und das die Welt schlecht bleiben wird, weil die guten Menschen den Mut verlieren.

Jetzt dürfen Sie dreimal raten, welche Art von Mensch sich ausgiebigst auf diesen Kommentar gemeldet hat. Genau. Die vermeintlich Guten. Wissen Sie, ich glaube an das Gute im Menschen. Ich glaube ganz fest daran. Fragt man mich aber, was genau denn einen Menschen “gut” macht, wird das ganze kompliziert. Gut bedeutet nicht perfekt. Das ist klar. Aber gut bedeutet auch nicht, sein ganzes Geld zu spenden, einem Bettler einen Euro hinschmeißen, Blutspenden zu gehen. Gut hat etwas mit Demut zu tun. Mit Akzeptanz und mit Dankbarkeit.

Ich weiss nicht, wieso sich ausgerechnet die oben bereits erwähnten Kommentatoren auf Facebook für gut halten. Vielleicht weil sie ihrer Freundin treu geblieben sind? Weil sie jeden Tag zur Arbeit gehen? Weil sie sich an Gesetze halten? Ich weiss es wirklich nicht. Aber das beruhigende ist, dass sie es wahrscheinlich selbst nicht wissen. Etwas an diesem Thema lässt mich stutzig werden. In allen Dingen dieser Welt sind positive und negative Eigenschaften in ein und demselben Medium vereint. Und ich bin mir sicher, dass jeder Mensch seine dunkle Seite hat. Auch die Guten.  Ich habe mich gefragt, ob ich mich selbst als gut bezeichnen würde. Reicht es, dass ich immer versuche gerecht zu handeln? Reicht es, dass ich jedem Menschen eine aufrichtige Chance gebe? Reicht es, dass ich vor Dankbarkeit manchmal platzen könnte?

Ich glaube, das alles ist unwichtig. Das einzige was wichtig ist, ist der Versuch, gut zu sein. Seine dunklen Seiten, die sich in Neid, Schadenfreude und Hass viel zu oft wiederspiegeln, einfach zu akzeptieren. Denn das Gute braucht das Böse. Der Versuch, bzw. der Wunsch danach ist das, was einen ans Ziel bringt.

 
“Auch das Gute hat zwei Seiten: eine gute und eine böse.”
(Stanisla Jerzy Lec)
 

Veröffentlicht in Kolumne | Kommentar schreiben »

Stadt Herzogenrath bittet Fußwegnutzer um Geduld

Geschrieben von Redaktion - 5. Dezember 2011

Herzogenrath – Beim Stadtteil Bank wird zurzeit ein neuer Fußweg zwischen der Amstelbachstraße und dem Geuchter Weg angelegt. Die Stadt bittet Fußgänger und Reiter darum, diesen neuen Weg erst nach der offiziellen Freigabe zu nutzen. Der Weg wird mit einer wassergebundenen Decke gebaut. Diese Deckschicht braucht mehrere Monate, um richtig fest zu werden. Jede größere Belastung kann diese massiv beschädigen. Die Baustelle ist markiert, teilweise auch abgesperrt.

Veröffentlicht in Stadtverwaltung | Kommentar schreiben »

 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.